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Mit welchen Gadgets können wir in der Zukunft bequem kurze Distanzen überwinden? Und wie fühlt sich das an? Die Schaeffler-Praktikantin Michelle Biegel testete für „tomorrow“ ein elektrisches Skateboard.

Ein Auto zum

mitnehmen

von Michelle Biegel

„Wie werden wir wohl in 20, 30 oder 40 Jahren unterwegs sein? Sicherlich nicht mehr so oft mit dem eigenen Auto. Ich kann mir vorstellen, dass wir saubere und schnelle Busse und Bahnen benutzen. Aber wer läuft schon gern von der Bushalte­stelle nach Hause? Oder von der U-Bahn-Station ins Büro? Sicherlich wird es dafür moderne technische Helfer geben. Bereits heute tüfteln Firmen an einer Lösung für die lästigen letzten Meter, von den Experten auch ‚The last Mile‘ genannt. Bisher erleichtern sich nur wenige Menschen ihre Kurzstrecken, indem sie Fahrräder oder Pedelecs nutzen. Auch durch eigene Muskelkraft angetriebene Cityroller oder Kickboards, die man als treue Alltagshelden aus der Kindheit kennt, sieht man in der Stadt nur selten. Für den ‚tomorrow‘-Praxistest machte ich mich daher auf die Suche nach einem coolen und praktischen elektrischen Transportmittel für die ‚letzte Meile‘.

 

Helfer muss leicht und praktisch sein

 

Die wohl bekanntesten wie ein Fahrrad mit Elektroantrieb, Pedelec genannt, oder auch ein Segway kommen für mich nicht in Frage: zu groß und zu schwer. Ein Monowheel, praktisch eine Art kompaktes Segway, sollte es aufgrund seiner Optik und der akrobatischen Anforderungen auch nicht werden. Man will ja auf dem Weg zur Arbeit nicht komplett lächerlich aussehen, oder?

 

Faktoren wie Batterie-Reichweite und Gewicht des Geräts – es muss ja schließlich in den vierten Stock, in die Bahn und an den Arbeitsplatz getragen werden – spielen bei der Auswahl ebenfalls eine entscheidende Rolle. Elektrische Skateboards sind da eine smarte Lösung: Vierrädrig, kompakt und im Gewicht noch akzeptabel. Für den ‚tomorrow‘-Praxistest entschied ich mich daher für das Modell E-GO2 des britischen Unternehmens Yuneec. Es bietet einen 400-Watt-Motor sowie eine stufenlose Regelung der Geschwindigkeit per Fernbedienung in zwei Fahrmodi und verstellbare Achsen.“

 

Der Markt für E-Bikes boomt, zwischen 2009 und 20015 ist der Absatz in Deutschland um 350 Prozent gestiegen. Kleinere Elektrofahrzeuge tun sich am Markt noch schwer, auch weil der Gesetzgeber deren Einsatz vielerorts einen Riegel vorschiebt. So auch in Michelles Fall: In Deutschland sind E-Boards verboten, sie gelten rechtlich als Kfz, dürfen auf Straßen aber nicht fahren, da sie weder versichert sind noch über Kennzeichen und Beleuchtung verfügen. Ihre Benutzung auf Gehwegen ist ebenfalls tabu, da sie Geschwindigkeiten über 6 km/h erreichen. Deshalb war Michelle für das Fotoshooting ausschließlich auf Privatgelände und abgesperrten Plätzen unterwegs. Doch was heute noch unter Strafe steht, kann eine Technologie der Zukunft werden. Denn mit dem Wunsch nach einer sauberen Mobilität wächst auch der Druck auf den Gesetzgeber. Ein erster Schritt geschah mit den Segways: Jahrelang nur mit Ausnahmegenehmigung unterwegs, gelten sie inzwischen als Motorfahrräder und dürfen mit Kennzeichen und Versicherung gefahren werden.

E-Board meistert sogar Kopfsteinpflaster

 

„Mit größten Bedenken stelle ich mich der Herausforderung E-Board. Vor allem vor dem Lenken habe ich als blutiger Anfänger extremen Respekt. Und wie werde ich mit verschiedenen Fahrbahnbelägen klarkommen? Kann ich bei Nässe noch vernünftig lenken und bremsen? Schon bei meiner ersten Fahrt werden meine Sorgen widerlegt. Nach wenigen Versuchen gelingt es bereits, das Board zu fahren. Es ist wendig, man kann schnell beschleunigen und bremsen. Zu schnell sollte man dies jedoch auch nicht tun, da Stürze auf den harten Asphalt nicht angenehm sind. Der erste Eindruck: Damit käme ich sogar im Menschengedränge der Frankfurter Innenstadt schneller vorwärts als zu Fuß. Kommt man an der Bahnstation an oder kann an Treppen und anderen Hindernissen nicht weiterfahren, klemmt man sich das 6,3 Kilogramm leichte Board einfach unter den Arm, was bei schwereren Geräten wie Segway, Pedelec oder selbst Monowheel nicht machbar ist. Bei Nässe und Regen beschleunigt das Board etwas schwerer, auch beim Bremsen sollte man aufpassen. Besonders gefällt mir, dass man dank der großen Räder mit 90 Millimeter Durchmesser problemlos über kleinere Bordsteine sowie Kopfsteinpflaster fahren kann und nicht andauernd auf- und absteigen muss.“

 

Stichwort Barrierefreiheit: Nicht nur Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen profitieren von abgeflachten Bürgersteigen und Rollstuhlrampen, sondern auch, wer solch ein modernes Fortbewegungsmittel in der Stadt nutzen möchte.

 

„Wunschlos glücklich bin ich mit dem E-Board nicht. Besonders störend: Man hat permanent nur noch eine Hand frei. Denn beim Fahren hält man die Fernbedienung, beim Shopping oder Einsteigen in die Bahn klemmt das Board unter dem Arm, denn da man es nicht einfach stehen lassen und abschließen kann wie ein Fahrrad, muss es immer mit. Dafür hält der Akku 30 Kilometer, Ladestopps sind selten. Im Gegenteil: Mein E-GO2 dient auch als Ladestation, sollte unterwegs meinem Handy der Strom ausgehen.“

 

Erst kommt die Nachfrage nach einer Technologie, dann das Feintuning. Wer sich in den 90er-Jahren ein Handy zulegte, schleppte ein Gerät in der Größe eines Aktenkoffers mit sich. Ähnlich dürfte es sich mit E-Boards verhalten: Sind derartige Gadgets erst einmal erlaubt und verbreitet, dürften leichtere und kleinere Geräte folgen und bald auch sinnvolles Zubehör wie Mini-Schlösser, Tragegurte und Steuerung per Smartphone App sowie eine passende Infra­struktur mit Parkplätzen und Ladestationen.

 

„Besonders amüsant finde ich, dass ich ständig von interessierten Menschen jeden Alters angesprochen wurde. Da man so ein E-Skateboard in Deutschland selten sieht, wollen die Leute mehr darüber wissen und man kommt gut ins Gespräch. Ein weiterer Vorteil also, um Bahnfahrten angenehmer zu gestalten, solange die Geräte noch nicht weit verbreitet sind. Mein Fazit zum ­E-Skateboard ist positiv: Ich habe mir ausgerechnet, dass sich die Zeit halbiert, die ich für Fußwege auf dem Weg zur Arbeit brauche. Es ist eine sinnvolle Alternative unterhalb von Fahrrad oder Cityroller. Und eines sollte man dabei nicht vergessen: Es macht riesig Spaß.“

 

Die letzte Meile in der Mobilität

von Denis Dilba

 

Wer effiziente Lösungen für die letzte Teilstrecke von der Endhaltestelle zum Ziel oder aus dem Paketzentrum zum Kunden findet, sichert sich Anteile an einem Milliardenmarkt.

 

Geprägt wurde der Begriff „die letzte Meile“ durch die Informations- und Telekommunikationstechnik: Er beschreibt den letzten Abschnitt der Telefon- oder Internetleitung vom Verteilerkasten bis zum Haus, der oft noch aus einer alten Kupferleitung besteht und damit die eigentlich gigabit-schnelle Kommunikation per Glasfaserkabel ausbremst. Vor ganz ähnlichen Problemen steht auch die Welt der Mobilität: Bus, Bahn oder Flugzeug gewährleisten heutzutage zwar weitgehend zuverlässige und schnelle Verbindungen in Stadt und Land, doch die letzte Meile von der Endhaltestelle bis zum Ziel ist auch hier ein Flaschenhals. Zu Fuß gehen klappt nur gut mit wenig Gepäck, viel Zeit, Schirm oder zumindest halbwegs gutem Wetter. Und wer die Kosten für ein Taxi nicht scheut, muss zumindest mit zusätzlicher Wartezeit rechnen oder die Reise akribisch planen, ein Taxi vorbestellen, und dann hoffen, auch pünktlich vor Ort zu sein.

 

Die Alternative zum öffentlichen Verkehr, das eigene Auto, bringt in der Stadt heutzutage keine Vorteile: Akute Parkplatznot, Fahrverbote und Staus machen den Individualverkehr langsam und verlagern das Problem der „letzten Meile“ darüber hinaus oft nur von der Endhaltstelle zum jeweiligen Parkplatz. Car-Sharing-Dienste wie car2go oder DriveNow und Fahrradleihstationen an den Haltestellen von Bus und Bahn sind Lösungsansätze. Optimal und für jede Situation geeignet sind sie aber nicht. Nahezu jeder, der im Mobilitätssektor aktiv ist, arbeitet daher gerade an einer möglichst schlauen Lösung. In Entwicklung sind etwa futuristische und wenig Parkraum einnehmende Gefährte, die an den Haltstellen wie Fahrräder gemietet werden können. Andere wiederum favorisieren sogenannte „Personal Light Electric Vehicles“ (PLEV).

 

Dahinter verbergen sich kleine Gefährte wie Elektro-Tretroller, ­E-Longboards oder rollende Miniplattformen, wie CarrE von Ford. Sie transportiert wahlweise Personen oder Gepäck und kann platzsparend im eigenen Auto mitgenommen werden. Für die Logistikbranche ist die letzte Meile eine nochmals größere Herausforderung: Wer hier als erster eine Lösung findet, die die zeitraubende und teure Auslieferung per Lkw oder Transporter vereinfacht und Fehlzustellungen minimiert, dem steht ein Milliardenmarkt offen. Und so ist der Konkurrenzkampf in dem Sektor auch in vollem Gange: Drohnen, autonome Miniroboter und Lastenräder mit E-Antrieb kämpfen um Anteile. In Zukunft allerdings, schätzen Experten wie Christian Scherf, Techniksoziologe am Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel in Berlin, könnte der Begriff der letzten Meile nach und nach verschwinden: Denn dabei könnte auch absolut sicheres und organisiertes autonomes Fahren – seien es Lieferwagen oder Fahrzeuge zur Personenbeförderung – eine Hauptrolle spielen. Logistik und öffentlicher Nahverkehr würden dann effizienter und sicherer als je zuvor möglich sein.

 

E-Board von Schaeffler

Auf der CES im Januar 2017 in Las Vegas zeigt Schaeffler ein elektrisches Kickboard. Es ähnelt mit zwei Achsen und einer Trittfläche in komfortabler Größe einem Skateboard. In die Trittfläche ist ein Akku integriert, der über einen Elektromotor an der Hinterachse für Vortrieb sorgt. Gesteuert wird das Kickboard über einen Stick mit einem ergonomisch gestalteten Griff. Als Lösung für die letzte Meile soll es Menschen erleichtern, im urbanen Raum öffentliche Verkehrsmittel und Carsharing zu nutzen.

… Und das könnte kommen

Auto on Demand

Das dänische Projekt Spiri erfindet das Taxi neu. Die 750 Kilogramm leichten Fahrzeuge im neuartigen Design sind energieeffizient, bequem, autonom und kostengünstig. Die Zukunftsvision: Einfach per App ein Spiri ordern und sich ins Büro fahren lassen. Das Pilotprojekt startet 2017.

Beweglicher Bürgersteig

Der Motowalk von Imaginactive kann in Geschäftsvierteln und Innenstädten größere Menschenmengen bewegen und ist flexibler und effizienter als Busshuttle oder Bahn. Ähnliche Rollbänder werden ja auch schon in Flughäfen eingesetzt.

 

Elektronischer Butler

Die selbstfahrenden Roboter von Starship sollen lokale Lieferungen revolutionieren. Im Umkreis von bis zu fünf Kilometern holt der rollende Helfer Einkäufe aus den Geschäften und bringt sie nach Hause. Oder man nimmt ihn mit zum Shopping und lässt ihn die Taschen tragen.

Überflieger

Seit 2015 unternimmt die Schweizer Post Versuche mit Drohnenflügen. Maximal fünf Kilogramm Last können bis zu 60 km/h schnell und 20 Kilometer weit transportiert werden. 2017 wird DHL ein kommerzielles Drohnenprojekt in der Schweiz starten.

Die Autorin

Michelle Biegel, Praktikantin bei Schaeffler im Aftermarket, nutzt privat ein Pedelec. Neue Eindrücke in der Mobilität warten 2017 auf die 18-Jährige: Dann geht es zu Work and Travel nach Australien.

Fotos Michael Kunkel, Schaeffler, Werke

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Gut zu wissen

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Die Mobilität für morgen zu gestalten ist eine komplexe Aufgabe. Um diese zu bewältigen, müssen viele Akteure zusammengebracht werden

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Ein Auto zum mitnehmen

Ein Auto zum mitnehmen

„Wie werden wir wohl in 20, 30 oder 40 Jahren unterwegs sein? Sicherlich nicht mehr so oft mit dem eigenen Auto. Ich kann mir vorstellen, dass wir saubere und schnelle Busse und Bahnen benutzen. Aber wer läuft schon gern von der Bushalte­stelle nach Hause? Oder von der U-Bahn-Station ins Büro? Sicherlich wird es dafür moderne technische Helfer geben. Bereits heute tüfteln Firmen an einer Lösung für die lästigen letzten Meter, von den Experten auch ‚The last Mile‘ genannt. Bisher erleichtern sich nur wenige Menschen ihre Kurzstrecken, indem sie Fahrräder oder Pedelecs nutzen. Auch durch eigene Muskelkraft angetriebene Cityroller oder Kickboards, die man als treue Alltagshelden aus der Kindheit kennt, sieht man in der Stadt nur selten. Für den ‚tomorrow‘-Praxistest machte ich mich daher auf die Suche nach einem coolen und praktischen elektrischen Transportmittel für die ‚letzte Meile‘.

 

Helfer muss leicht und praktisch sein

 

Die wohl bekanntesten wie ein Fahrrad mit Elektroantrieb, Pedelec genannt, oder auch ein Segway kommen für mich nicht in Frage: zu groß und zu schwer. Ein Monowheel, praktisch eine Art kompaktes Segway, sollte es aufgrund seiner Optik und der akrobatischen Anforderungen auch nicht werden. Man will ja auf dem Weg zur Arbeit nicht komplett lächerlich aussehen, oder?

 

Faktoren wie Batterie-Reichweite und Gewicht des Geräts – es muss ja schließlich in den vierten Stock, in die Bahn und an den Arbeitsplatz getragen werden – spielen bei der Auswahl ebenfalls eine entscheidende Rolle. Elektrische Skateboards sind da eine smarte Lösung: Vierrädrig, kompakt und im Gewicht noch akzeptabel. Für den ‚tomorrow‘-Praxistest entschied ich mich daher für das Modell E-GO2 des britischen Unternehmens Yuneec. Es bietet einen 400-Watt-Motor sowie eine stufenlose Regelung der Geschwindigkeit per Fernbedienung in zwei Fahrmodi und verstellbare Achsen.“

 

Der Markt für E-Bikes boomt, zwischen 2009 und 20015 ist der Absatz in Deutschland um 350 Prozent gestiegen. Kleinere Elektrofahrzeuge tun sich am Markt noch schwer, auch weil der Gesetzgeber deren Einsatz vielerorts einen Riegel vorschiebt. So auch in Michelles Fall: In Deutschland sind E-Boards verboten, sie gelten rechtlich als Kfz, dürfen auf Straßen aber nicht fahren, da sie weder versichert sind noch über Kennzeichen und Beleuchtung verfügen. Ihre Benutzung auf Gehwegen ist ebenfalls tabu, da sie Geschwindigkeiten über 6 km/h erreichen. Deshalb war Michelle für das Fotoshooting ausschließlich auf Privatgelände und abgesperrten Plätzen unterwegs. Doch was heute noch unter Strafe steht, kann eine Technologie der Zukunft werden. Denn mit dem Wunsch nach einer sauberen Mobilität wächst auch der Druck auf den Gesetzgeber. Ein erster Schritt geschah mit den Segways: Jahrelang nur mit Ausnahmegenehmigung unterwegs, gelten sie inzwischen als Motorfahrräder und dürfen mit Kennzeichen und Versicherung gefahren werden.

E-Board meistert sogar Kopfsteinpflaster

 

„Mit größten Bedenken stelle ich mich der Herausforderung E-Board. Vor allem vor dem Lenken habe ich als blutiger Anfänger extremen Respekt. Und wie werde ich mit verschiedenen Fahrbahnbelägen klarkommen? Kann ich bei Nässe noch vernünftig lenken und bremsen? Schon bei meiner ersten Fahrt werden meine Sorgen widerlegt. Nach wenigen Versuchen gelingt es bereits, das Board zu fahren. Es ist wendig, man kann schnell beschleunigen und bremsen. Zu schnell sollte man dies jedoch auch nicht tun, da Stürze auf den harten Asphalt nicht angenehm sind. Der erste Eindruck: Damit käme ich sogar im Menschengedränge der Frankfurter Innenstadt schneller vorwärts als zu Fuß. Kommt man an der Bahnstation an oder kann an Treppen und anderen Hindernissen nicht weiterfahren, klemmt man sich das 6,3 Kilogramm leichte Board einfach unter den Arm, was bei schwereren Geräten wie Segway, Pedelec oder selbst Monowheel nicht machbar ist. Bei Nässe und Regen beschleunigt das Board etwas schwerer, auch beim Bremsen sollte man aufpassen. Besonders gefällt mir, dass man dank der großen Räder mit 90 Millimeter Durchmesser problemlos über kleinere Bordsteine sowie Kopfsteinpflaster fahren kann und nicht andauernd auf- und absteigen muss.“

 

Stichwort Barrierefreiheit: Nicht nur Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen profitieren von abgeflachten Bürgersteigen und Rollstuhlrampen, sondern auch, wer solch ein modernes Fortbewegungsmittel in der Stadt nutzen möchte.

 

„Wunschlos glücklich bin ich mit dem E-Board nicht. Besonders störend: Man hat permanent nur noch eine Hand frei. Denn beim Fahren hält man die Fernbedienung, beim Shopping oder Einsteigen in die Bahn klemmt das Board unter dem Arm, denn da man es nicht einfach stehen lassen und abschließen kann wie ein Fahrrad, muss es immer mit. Dafür hält der Akku 30 Kilometer, Ladestopps sind selten. Im Gegenteil: Mein E-GO2 dient auch als Ladestation, sollte unterwegs meinem Handy der Strom ausgehen.“

 

Erst kommt die Nachfrage nach einer Technologie, dann das Feintuning. Wer sich in den 90er-Jahren ein Handy zulegte, schleppte ein Gerät in der Größe eines Aktenkoffers mit sich. Ähnlich dürfte es sich mit E-Boards verhalten: Sind derartige Gadgets erst einmal erlaubt und verbreitet, dürften leichtere und kleinere Geräte folgen und bald auch sinnvolles Zubehör wie Mini-Schlösser, Tragegurte und Steuerung per Smartphone App sowie eine passende Infra­struktur mit Parkplätzen und Ladestationen.

 

„Besonders amüsant finde ich, dass ich ständig von interessierten Menschen jeden Alters angesprochen wurde. Da man so ein E-Skateboard in Deutschland selten sieht, wollen die Leute mehr darüber wissen und man kommt gut ins Gespräch. Ein weiterer Vorteil also, um Bahnfahrten angenehmer zu gestalten, solange die Geräte noch nicht weit verbreitet sind. Mein Fazit zum ­E-Skateboard ist positiv: Ich habe mir ausgerechnet, dass sich die Zeit halbiert, die ich für Fußwege auf dem Weg zur Arbeit brauche. Es ist eine sinnvolle Alternative unterhalb von Fahrrad oder Cityroller. Und eines sollte man dabei nicht vergessen: Es macht riesig Spaß.“

Die Autorin

Michelle Biegel, Praktikantin bei Schaeffler im Aftermarket, nutzt privat ein Pedelec. Neue Eindrücke in der Mobilität warten 2017 auf die 18-Jährige: Dann geht es zu Work and Travel nach Australien.

Ein Auto zum
mitnehmen

Die Autorin

Michelle Biegel, Praktikantin bei Schaeffler im Aftermarket, nutzt privat ein Pedelec. Neue Eindrücke in der Mobilität warten 2017 auf die 18-Jährige: Dann geht es zu Work and Travel nach Australien.

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