Schaeffler verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Zukunft von damals
Alternative Antriebskonzepte, neue Bedienelemente oder auch führerloses Fahren – Themen, die die Fantasie von Autobauern nicht erst seit heute befeuern.
Von Andrea Neumeyer (April 2021)
Alles findet sich bereits hier auf diesem über 50 Jahre alten Foto wieder. Es zeigt drei Konzept-Fahrzeuge von General Motors aus den 1950er-Jahren, die ganz offensichtlich innen wie außen und auch antriebsseitig von einer neuen Epoche in der Luftfahrt inspiriert worden sind: dem Zeitalter der Düsenjets. Auch der Name der futuristischen Autos passte dazu: Firebird. Flügel, Glaskuppeln als Cockpit, Joysticksteuerung und Turbinenantrieb – Starfighter lässt grüßen.
>> Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren
Leonardo da Vinci

Die Visionäre aus Detroit um den legendären GM-Designchef Harley J. Earl (der Herr auf dem Foto) bauten statt eines Rückspiegels einen Bildschirm ein, die Bilder lieferte eine Kamera im Heck. Aber der wohl größte Clou: Die Firebird-Modelle II und III konnten mithilfe eines „Auto Guides“ autonom gefahren werden. Zwei Spulen nahe den Vorderrädern erhielten von einem in der Fahrbahn eingelassenen Kabel elektrische Signale, rechneten diese in Lenkbefehle um und hielten das Auto auf Kurs. Alte Werbefilme zeigen einen „Dream Highway“: Autofahrer cruisen entspannt autonom und funken aus dem Cockpit einen gläsernen Tower an, von dort werden ihnen Verkehrsinformationen und die beste Route auf einen Bildschirm ihres Firebird überspielt. Auf diesem Screen waren auch die wichtigsten Fahrdaten abrufbar. Zukunftsmusik, die erst ein halbes Jahrhundert später durch die Digitalisierung wahr werden sollte.