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PATER
BERATER

In seiner Jugend verkaufte er Taschenlampen und Glühbirnen, heute erleuchtet er ausgebrannte Manager: Der Benediktinermönch Anselm Grün zählt zu den gefragtesten Ratgeberautoren und Führungskräftetrainern Deutschlands. Die mächtigste Energiequelle, sagt er, sprudelt in uns selbst.

von Claus Gorgs  April 2017

Anselm Grün hat wenig Zeit. Gerade ist er von einer Vortragsreise aus Taiwan zurückgekehrt, am Abend hält er eine Rede an der Management-Kaderschmiede WHU in Vallendar bei Koblenz, an den Tagen darauf folgen Auftritte in Würzburg, München und Innsbruck, zwischendurch noch eine Radiodiskussion beim Hessischen Rundfunk. Aber Stress? „Nein“, sagt Grün, „ich habe nicht das Gefühl, dass ich überfordert oder gestresst bin.“

 

15 Minuten hat er sich für dieses Gespräch irgendwie freigeschaufelt, seine Stimme am Telefon klingt ruhig, fast pastoral. Was nicht verwundert. Denn Grün ist weder Politiker noch Topmanager – sondern Benediktinermönch. Und ein gefragter Führungskräftetrainer, Seelsorger und Ratgeberautor. Seine Seminare über „Mut zur Entscheidung“, „Achtsames Sprechen“ oder „Zeit für Veränderung“ sind Monate im Voraus ausgebucht. Mit seinen 72 Jahren hat Pater Anselm, wie er am liebsten genannt wird, immer noch einen Terminkalender wie ein Vorstandschef. Mehr als 300 Bücher hat er geschrieben, im Durchschnitt hält er etwa 200 Vorträge im Jahr. Sein Credo: Die größte Energiequelle unseres Lebens schlummert in uns selbst.

 

Meister der Entschleunigung

 

Als einer der Ersten bot er Kurse für gestresste Geschäftsleute und Führungsseminare in einem Kloster an, was nicht überall in der katholischen Kirche auf Begeisterung stieß. Heute, da die Arbeitsverdichtung immer weiter zunimmt und die Zahl der Burn-outs und anderer seelischer Erkrankungen sprunghaft ansteigt, gilt er als Vorreiter einer neuen Managementkultur und eines bewussteren Umgangs mit psychischen Belastungen – als Achtsamkeitspapst, sozusagen. „Ich fühle mich schon bestätigt durch die vielen Mentaltrainer und Psychologen, die ähnliche Thesen vertreten wie ich“, sagt der Theologe. „Allerdings ist Achtsamkeit inzwischen auch zu einem Modewort geworden. Niemand kann zu jeder Zeit achtsam sein. Und Resilienz bedeutet auch nicht, dass ich immer alles aushalten können muss. Bei einfachen Erfolgsrezepten, die jedem den Weg zum Glück und zum inneren Frieden versprechen, bin ich skeptisch.“

Der Mann, dem die Manager vertrauen: Anselm Grün

Grün ist überzeugt, dass die Quellen für mehr Lebensenergie, Freude und Leistungsfähigkeit in jedem von uns von Natur aus vorhanden sind. Gottgegeben, so sieht er es. Oft seien sie nur verschüttet von einem falschen Selbstbild, der Erziehung in der Kindheit oder Erwartungen anderer, die wir für unsere eigenen Ziele halten. „Es ist wichtig, diese Quellen zu entdecken“, sagt Pater Anselm. „Jeder kann das lernen.“ In seinem Buch „Quellen innerer Kraft“ unterscheidet Grün zwischen trüben und klaren Quellen, aus denen Menschen schöpfen können. Ehrgeiz, Machtstreben, Konkurrenzdenken, Perfektionismus, aber auch die falsch verstandene Aufopferung für andere hält er für trübe Formen des inneren Antriebs, die nur kurzfristige Befriedigung verschaffen und den Menschen langfristig auslaugen, statt ihn zu stärken. Als langfristiger Energiespender und Grundlage von Zufriedenheit und Gesundheit sind sie ungeeignet.

 

Die Lösung steckt in uns

 

Wer die Kraftquellen in sich selbst entdecken und für sich nutzen wolle, müsse tiefer bohren. Die eigenen Werte und Überzeugungen, das Gefühl für den eigenen Körper und das Maß dessen, was ich ihm zumuten kann, auch andere Menschen, die einem guttun – das sind für den Benediktiner Ansatzpunkte, die Fundamente der eigenen Stärke freizulegen, sich von der „emotionalen Umweltverschmutzung“ zu befreien, die von allen Seiten auf uns einprasselt. „Das ursprüngliche und unverfälschte Bild von uns selbst ist getrübt durch die vielen Bilder, die andere über uns gestülpt haben“, schreibt Grün. Er rät unter anderem, sich an Kindheitserinnerungen zu orientieren, um die eigenen Quellen des Wohlbefindens wiederzufinden. Wer sich an das Gefühl erinnert, wenn plötzlich das Lieblingslied aus Jugendzeiten im Radio läuft oder es plötzlich irgendwo wie nach Omas Weihnachtsplätzchen duftet, ahnt, was er meint.

 

Dass für ihn der christliche Glaube dabei eine, sogar die entscheidende Rolle spielt, macht er in seinen Büchern zwar sehr deutlich, eine Voraussetzung, um zu den inneren Kraftquellen vorzustoßen, ist Religiosität für ihn aber nicht. „Ich will niemanden missionieren. Wer zu mir kommt, sollte offen sein für das Geheimnis des Lebens – aber dazu muss man kein Christ sein.“ Viele von Grüns Thesen kommen einem irgendwie bekannt vor. Familientherapeuten und Yogalehrer argumentieren ähnlich, Grün selbst nimmt Anleihen bei antiken Philosophen, zitiert Arbeitspsychologen und – natürlich – die Bibel. Das alles reichert er an mit Beispielen und Erfahrungen aus seinen Seminaren und der eigenen Biografie, was seine Texte einfach zu lesen und nachvollziehbar macht. „Die Frage, die wir uns alle stellen, ist doch: Wie gelingt das Leben? Darauf versuche ich eine Antwort zu geben“, sagt er. Damit ist Grün inhaltlich nicht weit entfernt von Ärzten wie Ralf Hosse. „Geld ist nichts, was einen letztlich glücklich macht“, sagt der Leiter des Bereichs Arbeitsmedizin bei Schaeffler, der sich intensiv mit Präventionsprogrammen gegen Burn-out beschäftigt.

 

Einer von ihnen

 

Dass gerade Geschäftsleute und Manager sich gern von Pater Anselm beraten lassen, liegt auch daran, dass er ihre Denke kennt, ihre Sprache spricht. Als Jugendlicher verkaufte Grün im Elektrogeschäft seiner Eltern Glühbirnen und Taschenlampen, neben Theologie und Philosophie hat er auch Betriebswirtschaft studiert, und als wirtschaftlicher Leiter des Klosters Münsterschwarzach war er 36 Jahre lang Chef von mehr als 20 Betrieben und 300 Mitarbeitern. Grün: „Wirtschaftler sind offener mir gegenüber, weil ich auch aus Erfahrung spreche und nicht nur als Theologe.“

 

Die Viertelstunde ist um, der nächste Termin wartet, Pater Anselm muss los. Und das soll kein Stress sein? „Ich arbeite, weil ich Lust dazu habe“, sagt Grün, in aller Ruhe. „Sobald ich merke, dass ich reizbar werde, weiß ich: Jetzt muss ich wieder mehr für mich sorgen. Wenn dann eine weitere Anfrage kommt, sage ich einfach Nein.“

Burn-out ist wie ein Eisberg“

Ralf Hosse, Schaeffler

Schaeffler startet im zweiten Quartal 2017 ein konzernweites Präventionsprogramm gegen psychische Überlastung im Job. Projektleiter Ralf Hosse erklärt, warum es sinnvoll ist, Menschen zu behandeln, die gar nicht krank sind.

 

In Zusammenarbeit mit der Barmer und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet Schaeffler gestressten oder ausgebrannten Mitarbeitern zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten an, vom Video-Coaching bis zum stationären Klinikaufenthalt. Warum braucht es noch ein weiteres Programm?

Wir arbeiten seit einiger Zeit an einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept. Das neue Präventionsprogramm ist ein weiterer Baustein darin. Alle bisherigen Angebote greifen ja erst, wenn sich ein Mitarbeiter bereits krank oder überfordert fühlt. Mit dem neuen Konzept wollen wir besonders hoch belasteten Berufsgruppen Instrumente an die Hand geben, um zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. Gerade in höheren Positionen halten sich viele für unkaputtbar. Dem ist aber häufig nicht so.

 

Woran liegt es, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Managern steigt?

Die Arbeitsbelastung und die Geschwindigkeit, in der Informationen verarbeitet und Entscheidungen gefällt werden müssen, haben sich überall in der Wirtschaft stark erhöht. Es gibt eine Arbeitsverdichtung, die in einigen Fällen dazu führt, dass Menschen sich übernehmen. Außerdem reden wir anders als früher offener über psychische Probleme. Der Begriff „Burn-out“ hat viel dazu beigetragen. Das Wort ist nicht negativ besetzt wie „Depression“ – obwohl beides medizinisch betrachtet dasselbe ist.

 

Wie kommt es zum Burn-out?

Es sind meist mehrere Ursachen gleichzeitig – das lässt sich nicht nur an der Zahl der Überstunden festmachen. Meist kommen Stressfaktoren aus dem privaten Bereich hinzu. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit einem hohen Anspruch an sich selbst. Sie spüren zwar, dass sie an ihre Grenzen kommen, erlauben es sich aber nicht, eine vermeintliche Schwäche zu zeigen. Ein Burn-out ist wie ein Eisberg: Die Anzeichen sind lange vorher da, nur zu 90 Prozent unter der Oberfläche.

 

Warum fühlt sich Schaeffler als Arbeitgeber dafür verantwortlich?

Es gehört zu unseren Werten, dass wir uns für unsere Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Als Arzt sehe ich es auch als eine ethische Verpflichtung, Menschen nicht zu überfordern und darauf zu achten, dass sie sich selbst nicht überfordern. Daneben gibt es natürlich auch die wirtschaftliche Komponente. Ein Projektleiter, der über Wochen und Monate ausfällt, ist ein enormes finanzielles Risiko. Das können wir vermeiden, indem wir vorbeugen.

 

Schaeffler ist ein Pionier auf diesem Gebiet. Weil Sie besonders viele Burn-out-Fälle haben?

Nein, überhaupt nicht. Bei Schaeffler liegt die Zahl der psychischen Erkrankungen sogar unter dem Branchenschnitt. Aber jeder Mensch mit Burn-out ist einer zu viel.

 

Bei Schaeffler arbeiten viele Menschen in technischen Berufen. Wie bringen Sie denen eher „weiche“ Themen wie Achtsamkeit und Stressabbau nahe?

Wir reden nicht von Achtsamkeit oder Resilienz, wir nennen es vorbeugende Wartung. Wir bauen ja auch Sensoren in Lager ein, die Alarm schlagen, sobald es ein Problem gibt. Das ist eine Denkweise, die Ingenieure gut nachvollziehen können. Wir alle müssen lernen, unser eigener Sensor zu sein, der meldet, wenn wir zu lange bei zu hoher Drehzahl laufen. Genau darum geht es.

 

Und wie macht man das?

Indem man auf die Signale seines Körpers achtet und sie nicht übergeht. Und sich dann auf die Suche nach der Ursache der seelischen Belastung macht. Dazu arbeiten wir mit externen Dienstleistern zusammen: Mentaltrainer, Coaches, Ärzte, Sportlehrer. Wichtig ist auch ein entspannendes privates Umfeld. Vor allem auf dem Land ist diese Sozialstruktur meist noch weitgehend intakt. Auch deshalb haben wir in Herzogenaurach weniger Burn-out-Fälle als Unternehmen mit Sitz in Großstädten.

 

Sie haben selbst eine hohe Arbeitsbelastung. Was tun Sie, um Burn-out zu vermeiden?

Ich habe ein sehr stabiles Umfeld, ein Netzwerk von Menschen, die mich auffangen, wenn es mal nicht läuft. Außerdem habe ich nicht den Drang, alles haben oder machen zu müssen. Das entspannt. Zudem habe ich eine Frau, die mich immer unterstützt, auch wenn die Arbeitstage lang werden. Das ist das Wichtigste überhaupt. Wer als junger Mensch das Ziel hat, viel zu arbeiten und Karriere zu machen, dem kann ich nur raten: Augen auf bei der Partnerwahl.

Schaeffler Academy: Wir machen unsere Mitarbeiter fit für die Zukunft

Der Autor

Claus Gorgs (45) arbeitet als freiberuflicher Autor und Produzent für Printmedien in Hamburg. Als ehemaliger Ressortleiter der „Financial Times Deutschland“ und stellvertretender Chefredakteur bei der „Nordwest-Zeitung“ kennt er das Gefühl hoher Stressbelastung und langer Arbeitstage. Ein Seminar bei Pater Anselm wollte er immer einmal besuchen. Bisher fehlte ihm stets die Zeit.

Fotos Thomas M. Barwick/Getty, Michael Gottschalk/Getty, Privat, Schaeffler

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Burn-out ist wie ein Eisberg“

Schaeffler startet im zweiten Quartal 2017 ein konzernweites Präventionsprogramm gegen psychische Überlastung im Job. Projektleiter Ralf Hosse erklärt, warum es sinnvoll ist, Menschen zu behandeln, die gar nicht krank sind.

Ralf Hosse, Schaeffler

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    In Zusammenarbeit mit der Barmer und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet Schaeffler gestressten oder ausgebrannten Mitarbeitern zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten an, vom Video-Coaching bis zum stationären Klinikaufenthalt. Warum braucht es noch ein weiteres Programm?

    Wir arbeiten seit einiger Zeit an einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept. Das neue Präventionsprogramm ist ein weiterer Baustein darin. Alle bisherigen Angebote greifen ja erst, wenn sich ein Mitarbeiter bereits krank oder überfordert fühlt. Mit dem neuen Konzept wollen wir besonders hoch belasteten Berufsgruppen Instrumente an die Hand geben, um zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. Gerade in höheren Positionen halten sich viele für unkaputtbar. Dem ist aber häufig nicht so.

     

    Woran liegt es, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Managern steigt?

    Die Arbeitsbelastung und die Geschwindigkeit, in der Informationen verarbeitet und Entscheidungen gefällt werden müssen, haben sich überall in der Wirtschaft stark erhöht. Es gibt eine Arbeitsverdichtung, die in einigen Fällen dazu führt, dass Menschen sich übernehmen. Außerdem reden wir anders als früher offener über psychische Probleme. Der Begriff „Burn-out“ hat viel dazu beigetragen. Das Wort ist nicht negativ besetzt wie „Depression“ – obwohl beides medizinisch betrachtet dasselbe ist.

     

    Wie kommt es zum Burn-out?

    Es sind meist mehrere Ursachen gleichzeitig – das lässt sich nicht nur an der Zahl der Überstunden festmachen. Meist kommen Stressfaktoren aus dem privaten Bereich hinzu. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit einem hohen Anspruch an sich selbst. Sie spüren zwar, dass sie an ihre Grenzen kommen, erlauben es sich aber nicht, eine vermeintliche Schwäche zu zeigen. Ein Burn-out ist wie ein Eisberg: Die Anzeichen sind lange vorher da, nur zu 90 Prozent unter der Oberfläche.

     

    Warum fühlt sich Schaeffler als Arbeitgeber dafür verantwortlich?

    Es gehört zu unseren Werten, dass wir uns für unsere Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Als Arzt sehe ich es auch als eine ethische Verpflichtung, Menschen nicht zu überfordern und darauf zu achten, dass sie sich selbst nicht überfordern. Daneben gibt es natürlich auch die wirtschaftliche Komponente. Ein Projektleiter, der über Wochen und Monate ausfällt, ist ein enormes finanzielles Risiko. Das können wir vermeiden, indem wir vorbeugen.

     

    Schaeffler ist ein Pionier auf diesem Gebiet. Weil Sie besonders viele Burn-out-Fälle haben?

    Nein, überhaupt nicht. Bei Schaeffler liegt die Zahl der psychischen Erkrankungen sogar unter dem Branchenschnitt. Aber jeder Mensch mit Burn-out ist einer zu viel.

     

    Bei Schaeffler arbeiten viele Menschen in technischen Berufen. Wie bringen Sie denen eher „weiche“ Themen wie Achtsamkeit und Stressabbau nahe?

    Wir reden nicht von Achtsamkeit oder Resilienz, wir nennen es vorbeugende Wartung. Wir bauen ja auch Sensoren in Lager ein, die Alarm schlagen, sobald es ein Problem gibt. Das ist eine Denkweise, die Ingenieure gut nachvollziehen können. Wir alle müssen lernen, unser eigener Sensor zu sein, der meldet, wenn wir zu lange bei zu hoher Drehzahl laufen. Genau darum geht es.

     

    Und wie macht man das?

    Indem man auf die Signale seines Körpers achtet und sie nicht übergeht. Und sich dann auf die Suche nach der Ursache der seelischen Belastung macht. Dazu arbeiten wir mit externen Dienstleistern zusammen: Mentaltrainer, Coaches, Ärzte, Sportlehrer. Wichtig ist auch ein entspannendes privates Umfeld. Vor allem auf dem Land ist diese Sozialstruktur meist noch weitgehend intakt. Auch deshalb haben wir in Herzogenaurach weniger Burn-out-Fälle als Unternehmen mit Sitz in Großstädten.

     

    Sie haben selbst eine hohe Arbeitsbelastung. Was tun Sie, um Burn-out zu vermeiden?

    Ich habe ein sehr stabiles Umfeld, ein Netzwerk von Menschen, die mich auffangen, wenn es mal nicht läuft. Außerdem habe ich nicht den Drang, alles haben oder machen zu müssen. Das entspannt. Zudem habe ich eine Frau, die mich immer unterstützt, auch wenn die Arbeitstage lang werden. Das ist das Wichtigste überhaupt. Wer als junger Mensch das Ziel hat, viel zu arbeiten und Karriere zu machen, dem kann ich nur raten: Augen auf bei der Partnerwahl.

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